Portrait eines Ehrenamtlichen - Niklas Kullmann
Die "Jungen Paten" werden in einer 10 Ausbildungstage umfassenden Schulung auf ihr Ehrenamt vorbereitet. Nach der Ausbildung engagieren sie sich ein Jahr lang ehrenamtlich in ausgewählten Senioreneinrichtungen im Raum Essen.
Nachdem Mitarbeiter der Ehrenamt Agentur das Projekt 2006 in einer Schule vorstellten, wusste Niklas sofort: "Da mach ich mit!". Der Wunsch etwas mit Menschen auf sozialer Basis zu machen, war schon immer da", erklärt der Jungedliche. Auf die Frage, was er von seinem Ehrenamt hat, sprudelt es aus dem 17-jährigen heraus: "Ich bin viel geduldiger geworden. Früher im Bus, wenn ein älterer Mensch etwas langsamer ausgestiegen ist, da war ich schon manchmal sauer. Jetzt weiß ich, warum das so ist. In der Ausbildung und in der Praxis haben wir das ja gelernt."
Auch nach 1 1/2 Jahren ehrenamtlichem Engagement denkt Niklas gar nicht daran, aufzuhören: "Ich kann doch meine Senioren nicht enttäuschen. Wenn ich jetzt nicht mehr hingehen würde, da hätte ich ein schlechtes Gewissen." Voller Respekt merkt er an: "Sie ist doch so ein netter Mensch."
Am liebsten spielen beide "Mensch ärgere Dich nicht!". Diesen Tipp hatte er von einem Pfleger erhalten, seitdem ist das Eis gebrochen. "Und sie gewinnt auch immer, das ist voll frech!", verrät der "Junge Pate" mit einem Augenzwinkern. Beide unterhalten sich bei Ihren wöchentlichen Treffen über Gott und die Welt, mit Vorliebe aber über den Stadtteil Essen-Kettwig. "Wir reden viel darüber. Meine Seniorin erzählt mir dann immer, wie schön es hier schon früher war." Niklas, der in Essen-Kettwig lebt und dort auch im "Evangelischen Senioren Zentrum Kettwig" tätig ist, freut sich den Menschen in "seinem" Stadtteil helfen zu können.
Bürgerschaftliches Engagement macht also nicht nur Spaß und schenkt neue Erkenntnisse, es führt Menschen zusammen und fördert die soziale Kompetenz. "Ich kann das nur empfehlen. Man sollte auch mehr für Senioren tun, sie sind ja ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft", so der ehrenamtlich Aktive. Dieses Portrait soll anderen Mut machen und sie motivieren: Denn es ist ganz leicht, sich im besten Sinne "einzumischen" - und die Wirkungen ist enorm! "Ich bin froh, dass ich hier mitgemacht habe. Ich hab das nicht als Pflicht gesehen, etwas tun zu müssen, weil ich da selber immer besserer Laune rauskam!", resümiert Niklas Kullmann.
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